10. Januar 2026

Aktuelles Paper zum Thema Dachbruten bei Graugänsen in Hamburg

Projekt: Gans Hamburg

Die meisten Graugänse brüten auf dem Boden, vorzugsweise auf geschützten Inseln. Einzelne Paare haben aber auch Bäume als sichere Nistplätze für sich entdeckt und brüten dort in ehemaligen Greifvogelhorsten oder in breiten Astgabeln. In Hamburg gibt es daneben noch eine weitere Besonderheit: Graugänse, die auf Gebäuden brüten – vor allem auf Dachterrassen! Ein offenbar einzigartiges Phänomen, das sonst bisher nirgendwo bekannt ist! 

 


13. Mai 2026

Nachweis an von uns gesetzen Schlehen

Projekt: Siedlungssänger

Im Frühjahr 2025 pflanzten wir auf dem Ohlsdorfer Friedhof verschiedene heimische Sträucher wie z. B. Weißdorn (Crataegus monogyna), Schlehe (Prunus spinosa) oder Gewöhnliche Heckenkirsche (Lonicera xylosteum).

Die Schlehe ist nicht nur wichtige Futterpflanze für Vögel, sondern dient auch dem Nierenfleck-Zipfelfalter (hecla betulae) zur Eiablage und Futterpflanze der geschlüpften Raupen. Dieser Tagfalter ist meist schwer zu sehen, da er sich gerne in Baumkronen aufhält. Einen Reproduktionsnachweis kann aber durch seine abgelegten Eier nachgewiesen werden. Diesen konnten wir nach einem Jahr erbringen. 

 


07. Februar 2026

Trockenruhe von Landschnecken

Projekt: Helix Hamburg

Landschnecken gehen in Trockenruhe, wenn es längere Zeit trocken und heiß ist. Normalerweise ist ihre Schleimschicht auf dem Körper hygroskopisch, zieht also Feuchtigkeit an. Dies ist für die Tiere überlebenswichtig. Bei trockenem Wetter reicht die Feuchtigkeit allerdings nicht aus – daher halten die Schnecken dann Trockenruhe. Bei Hitze ruhen sie am Tag, werden manchmal in kühlen Nächten wieder aktiv, essen dann und ruhen am heißen Tag weiter. Aber oft dauert während Hitzeperioden die Trockenruhe auch längere Zeit an, bis die Luft wieder feucht genug ist.

Die Schnecken ziehen sich dabei ins Gehäuse zurück, setzen sich an eine geschützte höhere Stelle (Äste, Bäume, Mauern, Wände, Grabsteine oder Ähnliches) und decken ihre Gehäuse-Öffnung mit einer Schleimschicht (Diaphragma) ab. Das sieht dann aus wie eine Blase, die den Gehäuserand abschließt. Sie reduzieren während der Zeit auch ihre Lebensfunktionen (Atmung, Herzschlag). 

Weinbergschnecken (Helix pomatia) und andere Landschnecken vergraben sich bei Hitze auch oft im Boden oder unter Laub und Sträuchern.

Wir haben im letzten Sommer einige markierte Weinbergschnecken während der Trockenruhe beobachtet. Sie saßen sehr lange an genau derselben Stelle, sodass davon auszugehen ist, dass sie sich zwischenzeitlich auch nachts nicht bewegt haben. Schnecke 76 hat ganze 42 Tage (mindestens!) geruht (vom 05.08.2025 bis 15.09.2025) und war danach wieder aktiv. Es ist schon erstaunlich, wie diese Überlebenskünstlerinnen diese heißen und trockenen Zeiten überstehen.


14. Februar 2026

Winterarbeit im Böschungsbereich

Projekt: Biotoppflege und -entwicklung Deponie Georgswerder

Durch anhaltenden Frost waren in den vergangenen Wochen nur wenige Bodenarbeiten möglich, weshalb wir im westlichen Böschungsbereich nahe einer unserer Steilwände gearbeitet haben.

Hier hat sich über die Jahre eine dichte Hecke aus Brombeeren (Rubus sect. Rubus) und Sanddorn  (Hippophae rhamnoides) ausgebreitet, welche bereits einige Dutzend Quadratmeter der Projektfläche überwucherte. Der Großteil wurde inzwischen von uns entfernt und auch ein Teil des Bodens konnte bereits von Wurzelresten befreit werden.  Trotzdem werden wir hier noch eine Weile zu tun haben.

Ziel ist es, den dortigen humosen Oberboden mit wenig Sand leicht abzumagern und durchlässiger zu machen. Neu aufwachsende Gehölze sollen hier künftig entfernt werden, um so mehr licht- und wärmeliebende Pflanzen zu fördern, die einen höheren Nährstoffbedarf haben als die Arten auf der übrigen Fläche. 


09. November 2025

Wir sagen Danke

Projekt: Biotoppflege und -entwicklung Deponie Georgswerder

Zumindest vorübergehend war es auf unserer Projektfläche schon leicht winterlich.

Nur noch wenige Arbeitseinsätze in diesem Jahr und wir blicken schon jetzt zufrieden auf 2025 zurück. Durch euren unermüdlichen Einsatz haben wir es nochmal geschafft, mit insgesamt 1.496,75 Arbeitsstunden (Stand 30. November 2025) einen neuen Höchstwert zu erreichen! 2024 waren es insgesamt 1.371,5 Arbeitsstunden.

Deshalb bedanken wir uns an dieser Stelle bei allen, die uns auch in diesem Jahr tatkräftig unterstützt haben. Dank eurer Hilfe sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen und konnten viele Pläne in die Tat umsetzen.

Neue Ideen und Ziele für 2026 sind in der Planung und wir freuen uns auch weiterhin auf eure Mithilfe.


03. März 2026

Frühjahrsptuz mit dem Neuntöter e. V. (Hamburg räumt auf)

Neuntöter in Aktion

Am 28.02.2026 fand unserer jährlicher Frühjahrsputz mit dem Neuntöter e. V. im Rahmen der Aktion „Hamburg räumt auf“ statt. Mit insgesamt 17 Freiwilligen haben wir innerhalb von zwei Stunden reichlich Müll gesammelt.

Wir bedanken uns für die großartige Unterstützung und für den netten Austausch nach der Aktion bei einer kleinen Stärkung. 


29. Mai 2026

Kirschblütenfest-Feuerwerk: unnötiger Stress für Wildtiere

Erneut findet das traditionelle Japanische Kirschblütenfest statt und wird mit einem großen Feuerwerk an der Außenalster gefeiert.

Doch genau dort, wo die Raketen gezündet werden, befindet sich ein wichtiges Rast- und Brutgebiet für viele Wasservögel. Rund um die Außenalster brüten derzeit zahlreiche Wasservögel oder führen bereits ihren Nachwuchs.

Auch viele Graugänse aus unterschiedlichen Regionen nutzen die Alster aktuell zur Mauser. In dieser Zeit verlieren sie ihre Schwungfedern und können bei Gefahr nicht einfach davonfliegen. Zudem werden jagende Fledermäuse bei ihrer nächtlichen Nahrungssuche empfindlich gestört.

Feuerwerke bedeuten für viele Wildtiere erheblichen Stress: Schlafplätze werden verlassen, Ruhephasen gestört und Tiere unnötig aufgeschreckt.

2023 und 2025 dokumentierten wir die Wasservögel während des Feuerwerks:

 


Kalender "Gans Hamburg"
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